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Die Veränderungen der Gesundheitsreform 2011 in Deutschland



Im Sommer 2010 ist von der Bundesregierung eine Gesundheitsreform für 2011 beschlossen worden, der betreffende Gesetzesentwurf wurde mittlerweile bereits im Parlament diskutiert. Die Gesundheitsreform, die mit 1. Januar 2011 in Kraft treten soll, ist demnach noch nicht abgesegnet, ihre Grundzüge stehen aber weitgehend fest.

Eine zentrale Änderung der Gesundheitsreform betrifft die Anhebung des allgemeinen Beitragssatzes von 14,9 % auf 15,5 %. Dieser Beitragssatz verteilt sich auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Auf die Arbeitgeber entfallen davon zukünftig 7,3 anstatt bisher 7 %-Punkte, die Arbeitnehmer entrichten statt der bisherigen 7,9 fortan 8,2 %-Punkte. In konkreten Zahlen heißt das: bei einem Bruttoeinkommen von 2.500 € ergeben sich für den Arbeitnehmer Mehrkosten von 90 € per annum.

Eine weitere wichtige Änderungen bezieht sich auf den Zusatzbetrag. Der Beitragssatz der Arbeitgeber soll eingefroren werden, müssen die Beiträge erhöht werden, wird nur der Anteil der Arbeitnehmer angepasst. Die Höhe dieses etwaigen Zusatzbetrags war bisher auf 1 % des Einkommens begrenzt, ab 1. Januar 2011 wird diese Grenze aufgehoben. Die gesetzlichen Krankenversicherungen können fortan einen Zusatzbetrag in beliebiger Höhe als Pauschalbetrag einfordern. Da ein Pauschalbetrag aber jene Versicherten, die weniger verdienen, stärker belasten würde, soll es einen Sozialausgleich geben. Das Gesundheitsministerium will hierzu jeweils im Oktober die durchschnittlichen Zusatzbeträge aller gesetzlichen Kassen ermitteln. In den Genuss eines Sozialausgleichs kommt ein Versicherter dann, wenn dieser Durchschnittsbetrag 2 % seines beitragspflichtigen Einkommens übertrifft.

Eine weitere entscheidende Änderung der Gesundheitsreform 2011 betrifft die privaten Krankenkassen. Zum einen wird die Jahresarbeitsentgeltgrenze von 49.950 € auf 49.500 € gesenkt, zum anderen wird die dreijährige Wartefrist aufgehoben. Bisher war ein Wechsel in eine private Krankenversicherung für Arbeitnehmer möglich, wenn sein Einkommen drei Jahre in Folge über der Jahresarbeitsentgeltgrenze lag. Ab 2011 kann der Wechsel bereits bei einmaligem Überschreiten dieser Grenze erfolgen.

 
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